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Bitte befolgen Sie Tipps/Empfehlungen/Anregungen, die Sie hier oder anderswo im Internet gefunden haben, niemals, ohne das vorher mit Ihrem behandelnden Arzt, bzw. mit Ihrem Diabetesteam besprochen zu haben!

Wichtig!
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Elektronische Gesundheitsakte

Eine elektronische Gesundheitsakte ist nicht das Gleiche wie die elektronische Gesundheitskarte.
Gesundheitsakte meint hier Dienstleistungen in Form eines Online-Dienstes, bei dem man alle seine Gesundheitsdaten speichern und dann von überall abrufen kann.

Warum sollte man das tun?

datacenter-286386 640Ob man es tut oder nicht ist ja jedem selbst überlassen, ebenso die Frage ob und in welcher Form man Software einsetzen will. Aus meiner Sicht bietet die Gesundheitsakte den Vorteil, dass man alle Daten zentral auf einen Blick abrufen kann, ohne in irgendwelchen Aktenordnern kramen zu müssen oder sich nicht mehr an das Datum der letzten OP erinnern zu können.

Darüber hinaus kann man sich per Email an bevorstehende Termine erinnern lassen, seinem Arzt Zugriff auf die Akte gewähren (der dort dann Sachen nachschlagen oder auch Befunde eintragen kann)
Weiter besteht die Möglichkeit seine Medikamente auf Wechselwirkungen prüfen zu lassen und weltweit von jedem Computer mit Internetzugang seine Daten abzurufen, zu ergänzen oder zu bearbeiten.
Im Grunde genommen ist es eine Erweiterung der Aufzeichnungen, die jeder Arzt jetzt auch schon von Ihnen anfertigt. Nur dass Sie dort keinen Zugriff haben. Bei einer persönlichen Gesundheitsakte jedoch schon. Auch die behandelnden Ärzte können davon profitieren, indem sie die Befunde ihrer Kollegen einsehen können und so vielleicht unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden.

Gerade jetzt, wo durch das iPad tragbare und einfach zu bedienende Tablet-Computer Einzug in unseren Alltag finden ist es noch leichter als bisher, elektronische Medien zu nutzen und Vorteil für unseren Alltag daraus zu ziehen. Neben reinen Entertainment-Möglichkeiten wie Spielen, Videos sehen oder Musik hören wird man die Geräte auch immer häufiger für Alltagszwecke nutzen. Beispielsweise um Nachrichten oder Emails zu lesen (das mache ich ja jetzt schon hauptsächlich mit meinem iPad), aber auch um Bankgeschäfte abzuwickeln oder eben seine Gesundheitsdaten zu verwalten.

Und der Datenschutz?

Der muss natürlich gewährleistet sein, aber dafür sorgen die Anbieter in der Regel schon. Das wird die Daten-Paranoiker natürlich nicht überzeugen, aber das scheint ohnehin ein rein deutsches Problem zu sein. Beispielsweise in den USA geht man die Sache schon wesentlich gelassener an. Trotzdem würde ich mir auch auf jeden Fall vorher genau ansehen, wie der Datenschutz bei "meinem" Anbieter geregelt wird.

Wie ist das eigentlich mit den Kosten?

disease-292571 640Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Hier lohnt es sich schon sich vorher mal umzusehen und Kosten, aber auch Leistungen und das Layout anzusehen. Sie sollen sich ja anschließend wohl genug fühlen, damit das Führen der Gesundheitsakte nicht in Arbeit ausartet.

Interessant zu wissen ist aber, dass der Gesetzgeber dem Ganzen Vorschub leistet. So heißt es in §68, SGB V:

"Zur Verbesserung der Qualität und der Wirtschaftlichkeit der Versorgung können die Krankenkassen ihren Versicherten zu von Dritten angebotenen Dienstleistungen der elektronischen Speicherung und Übermittlung patientenbezogener Gesundheitsdaten finanzielle Unterstützung gewähren. Das Nähere ist durch die Satzung zu regeln."

Damit sind die Krankenversicherer in die Pflicht genommen und sie sollten bei Ihrer Krankenversicherung mal nachfragen, inwieweit die sich an den Kosten beteiligt.

Und welche Anbieter gibt es?

Ich kenne derzeit drei:

Mir persönlich gefällt die Lösung von Microsoft am besten. Nicht nur weil man dort die Daten auch via SiDiary hochladen kann (selbst wenn man SiDiary gar nicht installiert hat), sondern auch weil ich die Aufmachung der Website am übersichtlichsten finde.

 

Spezielle Geräte

BZ-Geräte mit integriertem Tagebuch

Wenn man seine Messdaten täglich auf den PC überspielt, dann können alle Programme sinnvoll sein, die einen solchen Datentransfer unterstützen.
Macht man diesen Transfer aber nur wöchentlich oder gar monatlich, so muss man derart viel nachtragen, dass man dann auch gleich Datum, Uhrzeit und Messwert eintragen kann. Dazu braucht man auch ein enorm gutes Gedächtnis, wenn man seine Insulingaben und BE protokollieren möchte, ohne die ein Tagebuch ja nichts wert ist.
Es sei denn, man hat ein Gerät mit integrierter Tagebuchfunktion.

Accutrend DM mit aufgeklapptem Display Das weltweit erste Gerät mit integrierter Tagebuchfunktion war das Accutrend DM (und nicht das One Touch Ultra Smart, wie von Lifescan fälschlicherweise behauptet wurde). Zuvor gab es zwar auch schon ein elektronisches Tagebuch (Camit EL), aber das war ein Zusatzgerät, kein eigenständiges BZ-Messgerät.
Das Accutrend DM wurde oft auch als "Diabetes-Laptop" bezeichnet, denn so ähnlich sah es ja nun mal aus. Buchstaben konnte man zwar nicht eingeben, aber es waren eine Handvoll sogenannter Events vorgegeben, unter denen man wählen konnte. (Also begleitende Umstände einer Messung wie z.B. Sport, Hypo usw.)
Die Größe des Accutrend DM war beachtlich (in etwa so wie drei aufeinanderliegende Tafeln Schokolade), aber dafür hatte es auch eine umfangreiche Tastatur und musste nicht mit den heute üblichen Wipp-Tasten bedient werden. Das aufklappbare Display kam ohne Hintergrundbeleuchtung, aber mit einer deutlich sichtbaren Anzeige, die auch Verlaufskurven darstellen konnte. Die Messdauer war mit ca. 12 Sekunden akzeptabel und der Speicher konnte 500 Datensätze aufnehmen.

Testtreifenaufnahme beim Accutrend DM Gegenüber allen anderen Geräten mit Tagebuchfunktion hatte es einen gewaltigen Vorteil: die Datensätze waren frei editierbar und konnten auch einzeln gelöscht werden. Diesen Umstand halte ich für sinnvoll, wenn man z.B. bei einem hohen BZ eine Kontrollmessung durchführt und die zweite Messung wieder verwerfen will. Außerdem - und das ist mir am wichtigsten - konnte man auch Messungen, die man mit einem anderen Gerät durchgeführt hat in den Speicher des Accutrend DM aufnehmen. Das war weder mit dem Accu-Chek Sensor Complete noch mit dem One Touch Ultra Smart möglich! Sinnvoll ist das insofern, als dass man das teure Gerät auch zuhause lassen und sich unterwegs mit einem kleineren Gerät den BZ messen konnte.
Die Bedienung des Accutrend DM war allerdings etwas fummelig, was an der Abdeckklappe über der Teststreifenaufnahme lag. Außerdem war die Anzahl der BE, die man eingeben konnte auf 6 begrenzt.

 

OneTouch Profile Aber weiter im Text: das nächste Gerät auf dem deutschen Markt mit integrierter Tagebuchfunktion kam - Oh Wunder - von Lifescan. Allerdings war es nicht das One Touch Ultra Smart, sondern das One Touch Profile (Amnesie in der Marketing-Abteilung?).
Mit der heutigen Messdauer konnte das Profile jedoch nicht mithalten - sie lag bei 45 Sekunden. Außerdem war die Eingabemöglichkeit noch beschränkter als beim Accutrend DM: außerhalb einer Messung konnte man gar nichts eingeben. Für den Alltag daher relativ unbrauchbar. Die Eingabe zusätzlicher Infos wie Insulindosis und BE erfolgte über drei Wipptasten, mit denen man sich durch Menüs hangeln musste. Der Speicher war mit 250 Plätzen für Datensätze nicht gerade üppig bestückt. Auch hier waren ein paar Begleitumstände der Messung fest definiert, die man dann der jeweiligen Messung zuordnen konnte. Wie das Accutrend DM wird auch das One Touch Profile nicht mehr vertrieben und dürfte bestenfalls noch in einem Diabetes-Museum zu finden sein. Der Trend war aber klar: ein BZ-Gerät, das mehr kann als einfach nur Datum/Uhrzeit/Messwert abspeichern.

 

Accu-Chek Sensor Complete Diesem Trend folgte dann die Firma Roche mit ihrem Accu-Chek Sensor Complete. Das Gerät ist aber auch nicht mehr auf dem Markt.
Die Bedienung erfolgte über drei Wipptasten, mit denen man durch die umfangreichen Menüs navigieren und zusätzliche Werte eingeben konnte. Auch hier konnte man keine BZ-Werte eintragen oder löschen, aber man konnte Datensätze nacheditieren oder Umstände, Insulindosen und BEs frei eintragen. Die Messdauer war mit 20 Sekunden etwas lang, aber zur Unterhaltung während dieser Zeit wurde ein Balken angezeigt, der angab wie weit die Messung schon fortgeschritten war.
Die Eingabe der BE erfolgte in X Gramm Kohlenhydrate (bis zu 255 Gramm waren möglich; schon ausreichend also), man konnte drei Insuline damit verwalten, die Intensität und Dauer sportlicher Aktivität und bis zu 4 Events pro Datensatz abspeichern. Die Events waren fest vorgegeben, konnten aber auch in Zusammenhang mit der Software Accu-Chek Compass geändert werden.
Ebenso konnte man damit die Tipps, die man sich auf Wunsch einblenden lassen konnte, verändern, so dass man sich z.B. den nächsten Arzt-Termin vom Gerät anzeigen lassen konnte.
Abgerundet wurde diese geräteinterne Software durch verschiedene Statistiken (die sich natürlich nicht mit den Funktionen eines SiDiary vergleichen ließen) und die Verwaltung von HbA1c-Werten, die von einem Labor oder sonst wo erhoben wurden.

 

OneTouch Ultra Smart Das nächste Produkt mit integrierter Tagebuchfunktion war das One Touch Ultra Smart.
Es war schon deutlich kleiner und viele Diabetiker aus meinem Bekanntenkreis waren darauf so gespannt, dass sie es sich vor der offiziellen Markteinführung in Deutschland aus den USA importierten. Wir wurden leider alle ein wenig enttäuscht...

Denn leider wurde bei der Programmierung der Firmware nicht daran gedacht, dass es verschiedene Typen Diabetiker gibt. Die Messungen waren - wie von Lifescan gewohnt - ziemlich genau, aber Kohlenhydrate ließen sich nur in Gramm erfassen (und nicht in KE oder BE) und Insulineinheiten konnte man nur in Schritten zu 0,1 I.E. über die Wipptasten erfassen. Ein zusätzliches Optionsmenü, in dem man die Schrittweite auswählen konnte war nicht vorgesehen. Ebenso gab es keinen Bolusrechner. Zumindest wurde aber die letzte Dosis im Eingabefeld gespeichert, so dass man beim nächsten Bolus nicht wieder bei Null beginnen musste. Ich hab aber damals schon lieber SiDiary auf dem Pocket-PC genutzt, weil ich dort mit dem Protokollieren wesentlich schneller fertig war.

 

Freestyle Tracker auf einem Palm Wie man es auch noch machen könnte zeigte uns als Erste die amerikanische Firma Therasense mit ihrem Freestyle Tracker. Ein Messgerät, das als Einschubkarte in einen PDA mit Palm OS fungierte. Die Software machte einen sehr umfangreichen Eindruck, war aber leider nur auf den amerikanischen Markt ausgelegt.

Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren heute auch das iBGStar von Sanofi-Aventis (siehe Bild) und das GlucoDock von Medisana (siehe Bild).
Beide Geräte gibt es nur mit dem 30-poligen Anschluss, wie er bis zur 4er Reihe des iPhone Verwendung fand. Der Lightning-Connector, der mit dem iPhone 5 kam, wird nicht direkt unterstützt; dafür braucht man einen Adapter. Für beide Geräte gibt es jeweils eine kostenlose App, die den gemessenen Wert anzeigt/speichert. Das iBGStar hat zusätzlich noch ein kleines Display, so dass man es auch als besonders kleines Messgerät ohne iPhone/iPad/iPod Touch verwenden kann. Messwerte direkt in SiDiary übertragen ist damit aber ebenso wenig möglich wie die Nutzung an einem Android-Gerät.

 Beides ist aber mit dem Fora Diamond Mini BT exzellent gelöst. Dieses Gerät muss auch nicht erst per Stecker in das Smartphone/Tablet eingesteckt werden, sondern überträgt seine Daten per Bluetooth. Entweder in die kostenlose Fora App oder in die Android- bzw. iOS-App von SiDiary. Auch interessant an diesem Messgerät ist, dass es mit einem Akku betrieben wird, der über ein USB-Kabel aufgeladen werden kann. Je nach App können dem Messwert dann noch weitere Infos hinzugefügt werden, die in keinem guten Tagebuch fehlen sollten (wie BE/Kohlenhydrate, Insulin/Tabletten oder sonstiges. Die geringen Abmessungen (nur etwas größer als ein handelsüblicher USB-Stick) machen es zudem sehr einfach es mitzuführen.

Die Entwicklung der Messgeräte mit integrierter Tagebuchfunktion geht aber weiter und die aktuell (Mai 2014) verfügbaren Geräte dieser Art sind das Bayer Contour Next USB und das Accu-Chek Aviva Expert. Das Contour Next USB hat tatsächlich nur die Größe eines USB-Sticks. Dort kann dann zusätzlich zum Messwert noch die Insulindosis und die Kohlenhydrate der Mahlzeit eingegeben werden.

Etwas größer und auch umfangreicher ist das Aviva Expert mit seinem Farbdisplay und dem integrierten Bolusrechner.

 

Meine Excel-Sheets

Mir war es irgendwann zu öde, auf meine BZ-Werte nur per Papiertagebuch zugreifen zu können. Und auch die Software, die ich damals dazu gefunden habe entsprach nicht so ganz meinen Vorstellungen.

Also habe ich mich hingesetzt und mir etwas nettes in Excel gebastelt. (Mittlerweile arbeite ich aber auch mit SiDiary auf meinem PC und meinem iPhone/iPad)

Ich will keinesfalls in Konkurrenz zu professioneller Software treten. Die statistischen Auswertungsmöglichkeiten eines "Diabass" kann und will ich gar nicht bieten. Ich habe nur etwas geschaffen, was meinen eigenen Anforderungen voll und ganz gerecht wird und mehr brauchte ich auch gar nicht.

Vielleicht sieht der Eine oder Andere das ja ähnlich, darum will ich meine Arbeit hier gern zur Verfügung stellen. Passwörter sind nicht gesetzt, das Ganze ist also quasi "Open Source"

tage1Ein paar der Highlights aus diesem Sheet:

  • Bequem zu bedienen durch weitgehende automatische Unterstützung
  • Wahlweise Anzeige in mg/dl oder mmol/l
  • Durchschnittswert aus allen bisher erfassten Messungen
  • Anzeige des höchsten und tiefsten erfassten Wertes
  • Anzeige, wie oft ein bestimmter Wert aufgetreten ist
  • Auflistung der der einzelnen Wochendurchschnitte auf einem Extrablatt
  • Ein- und Ausblenden einzelner Blätter zur besseren Übersicht
  • Titelleiste mit Buttons für häufige Funktionen auf jedem Wochenblatt
  • Mitzählen der Ereignisse Aceton, Hypo, Katheterwechsel und Reservoirwechsel

Die Benutzung der Sheets geschieht auf eigenes Risiko und ist kostenfrei.
Falls ihnen das Sheet jedoch so gut gefällt, dass sie es ständig benutzen wollen, würde ich mich freuen, wenn sie einen kleinen Obolus als Spende an den Verein SOS.Kinderdorf überweisen würden.

Oder aber an das Project Dreamtrust, das Banner bringt sie auf deren englischsprachige Homepage.

Dreamtrust Logo

Auf den Seiten von Susanne Pusarnig können Sie näheres dazu in deutscher Sprache erfahren:

Meine Sheets können Sie hier runterladen

 

Screenshots Excel

Was das Sheet kann und was es nicht kann:

(Direkt zu den Screenshots)

Es kann:

  • BZ-Werte, Insulingaben und Broteinheiten erfassen
  • Für die Einheiten mg/dl und mmol verwendet werden
  • Werte von mg/dl in mmol/l und umgekehrt umrechnen
  • Tägliche, wöchentliche und insgesamte Durchschnittswerte berechnen
  • Eine Zusammenfassung dieser Werte für den Arztbesuch ausdrucken
  • Laborwerte erfassen und durch farbliche Markierung darstellen, ob diese innerhalb des erwünschten Bereichs liegen oder nicht.
  • Aus jedem HbA1c den Durchschnitts-BZ berechnen
  • Aus jedem Durchschnitts-BZ den HbA1c berechnen (Vorsicht, nur ein Näherungswert. Kann die Blutabnahme nicht ersetzen!)
  • Die Basalrate von Pumpenträgern archivieren
  • Zählen, wieviele Messungen pro Woche in einem bestimmten BZ-Bereich lagen
  • Den Energiebedarf und die Verteilung der Nährstoffe eines Menschen berechnen

Es kann nicht:

  • so dezidiert auswerten wie bspw. SiDiary
  • Daten aus BZ-Geräten auslesen
  • Die weitere Therapie festlegen
  • Kaffee kochen (definitiv getestet)
  • Küche aufräumen (definitiv getestet)
  • Bügeln (definitiv getestet)
  • Den Weltfrieden herbeiführen (Vermutlich) Smiley

Screenshots:

Hier ein paar Screenshots aus dem Sheet:(zum Vergrößern bitte anklicken)

Tagesansicht
Screenshot Tagesansicht           
Wochenauswertung
Screenshot Wochenauswertung
Center-Menü
Screenshot Centermenü
Wochenübersicht
Screenshot Wochenübersicht
Basalraten-Archiv
nur bei CSII)
Screenshot Basalratenarchiv
Basalrateneinstellung
(nur bei CSII)
Screenshot Basalrateneinstellung
HbA1c- und BMI-Rechner
Screenshot HbA1c- und BMI-Rechner
Grenzwert-Einstellung
Screenshot Grenzwerteinstellung
Labor
Screenshot Laborwerte
Rapport(ausgefüllt)
Screenshot Rapport ausgefüllt
Energieberechnung 1
Screenshot Energieberechnung
Energieberechnung 2
Screenshot Energieberechnung

 

 

SiDiary

... ist ursprünglich als Software für den Pocket PC (ab Windows CE 3.0) entstanden. Dann hat sich der Autor Alf Windhorst jedoch entschlossen, dem eine Version für Windows-PCs folgen zu lassen. Seitdem ist der Funktionsumfang kontinuierlich gewachsen. Ich selbst bin mittlerweile als medizinischer Berater und Supporter bei diesem Projekt dabei und weiß daher, was noch alles folgen wird.

Aber nun zum Programm: (Zum Vergrößern der Bilder bitte einfach darauf klicken)

Installation:

Nach dem Doppelklick auf die heruntergeladene Datei übernimmt der Install-Shield mit ein paar Abfragen die Installation automatisch. Zum Ende der Installation kann man das Programm starten, wobei sich dann der Profil-Assistent öffnet und mit ein paar Fragen bei der Ersteinstellung hilft.

SiDiary Profilassistent SiDiary_Detailtagebuch-klein

SiDiary_CT-Tagebuch-klein SiDiary_Profil-klein

Programmoberfläche:

Wie sich die Programmoberfläche präsentiert kann man sich selbst einstellen (mit der Taste F1 kann man die Hilfefunktion aufrufen und dort näheres nachschlagen). Will man sehr umfangreich protokollieren empfiehlt sich das Detailtagebuch; wem die genauen Uhrzeiten nicht so wichtig sind wählt das CT-Tagebuch. Nähere Angaben zur Therapie kann man in seinem Profil hinterlegen. Für die gängigsten Programmfunktionen gibt es oben eine Button-Leiste; weitere Funktionen kann man über das Menü aufrufen.

Dateneingabe:

Will man seine Daten manuell eintragen kann man entweder mit der Tastenkombination Strg+F2 (oder über das Menü 'Bearbeiten > Einzelwert Eingabe') die Maske für die Einzelwerteingabe aufrufen oder die Daten auch direkt in die leeren Felder der Übersicht eintragen.

Mit SiDiary kann man aber auch die Daten nahezu aller gängigen Blutzuckermessgeräte und Insulinpumpen, sowie einiger Blutdruckmessgeräte, CGM-Systeme (=kontinuierliche Gewebszuckermessung), Schrittzähler und Körperanalyse-Waagen in das Programm importieren.

Eine Liste aller mit SiDiary auslesbaren Geräte finden Sie hier.

Auch der Abgleich mit den diversen anderen SiDiary Versionen (SiDiary Online im Internet, Android, und iPhone/iPad) ist möglich. Der Datenabgleich (die Synchronisierung) erfolgt dabei ganz einfach über SiDiary, wie hier in einer Anleitung erklärt wird.

Statistische Auswertung:

Hier bietet SiDiary diverse Möglichkeiten an.

SiDiary_Statistik-klein SiDiary_Trend-klein

In der Statistik kann man sich die erfassten Datenquellen (z.B. Blutzucker, Insulingaben, Blutdruck usw.) grafisch ausgewertet anschauen. Auch für eigene Datentypen (siehe 'Besonderheiten') ist das möglich. Ebenso kann man nach verschiedenen Kriterien filtern á la "Zeige mir nur Blutzuckerwerte der letzten zwei Wochen an, die vor dem Frühstück gemessen wurden".

Die Trendanalyse (die berühmten 'Smileys' {#emotions_dlg.wink} ) wertet zwei Zeiträume aus und zeigt dort zu verschiedenen Parametern die Entwicklung an. So kann man z.B. schnell sehen, ob sich das errechnete HbA1c (und damit der durchschnittliche Blutzucker) im aktuellen Zeitraum gegenüber der Vorperiode verbessert oder verschlechtert hat.

Besonderheiten:

Was SiDiary auszeichnet ist die einmalige Konfigurierbarkeit. Oberster Grundsatz: es gibt nichts, was man mit SiDiary nicht protokollieren kann:

Eigene Datentypen:
Man kann sich in SiDiary eigene Datentypen anlegen. Das bedeutet man kann sich Zusatzzeilen anlegen um genau das zu protokollieren, was man möchte. Und sei es etwas so außergewöhnliches wie die Anzahl der Kaubewegungen pro Mahlzeit. Naja, dann gibt es eben eine zusätzliche Zeile "Kaubewegungen"...
Eigene Events:
Events sind Ereignisse, die man mit einer bestimmten Spalte in SiDiary verknüpft. Z.B. den morgendlichen Nüchtern-Blutzucker. Diese Events kann man in der Statistik nutzen um danach zu filtern á la "Zeige mir nur die NBZs der letzten drei Wochen".
Eigene Laborwerte:
In SiDiary gibt es schon ein paar Laborwerte, die voreingetragen sind (z.B. HbA1c, Blutfette, Leberwerte usw.). Man kann aber auch jederzeit diese Liste erweitern, um Laborparameter hinzuzufügen, die noch nicht enthalten sind. Z.B. Tumormarker, spezielle Hormonwerte usw.
Man kann das übrigens auch nutzen, um andere Untersuchungen damit zu protokollieren. Z.B. die bei Diabetikern oft nötigen Augenhintergrund-Untersuchungen (=Funduskopien). Dazu vergibt man einfach Punkte als Einheit und schreibt sich in die Bemerkungen, was diese Punkte bedeuten. (0 Punkte = alles in Ordnung, 1 Punkt = Leichte Veränderungen usw.)
Eigene Druckvorlagen:
In SiDiary ist es möglich selbst zu bestimmen, wie Ausdrucke aussehen sollen. Eine Anleitung dazu findet man  nach der Installation im Ordner ..\SINOVO\SiDiary6\Docs\
Ebenso kann man sich eigene Exportvorlagen nach Excel erstellen und dort die Daten weiter verarbeiten.
Manche Anwender haben das schon getan und bieten ihre Vorlagen anderen Benutzern zum kostenlosen Download auf dieser Seite an.

Bezugsquelle:

SiDiary kann direkt von der SINOVO-Homepage runtergeladen werden. So haben Sie dann immer die aktuellste Version. Die Versionen für mobile Geräte können Sie direkt in den jeweiligen App-Stores auf ihr Gerät laden:

Kosten:

Wenn man SiDiary ohne Lizenz nutzt ist man im kostenlosen Adware-Modus. Damit soll gewährleistet sein, dass auch bei geringem Einkommen SiDiary genutzt werden kann. (man darf ja nicht vergessen, dass SiDiary in über 20 Landessprachen verfügbar ist und Länder wie z.B. Thailand ganz andere Einkommensverhältnisse haben).

Die Version für iOS (lauffähig auf iPhone, iPad und iPod Touch) kann direkt im App-Store bei iTunes für €5,49 gekauft werden.

Kaufen und damit das Programm ohne die Adware-Einschränkungen (Werbe-PopUps und der Import ist auf die letzten 7 Tage beschränkt) auf PC und Android nutzen kann man SiDiary ab €19,95
Dafür erhält man eine Abo Lizenz für ein Jahr, braucht aber eine Internetverbindung (über die von Zeit zu Zeit die Gültigkeit des Abos geprüft wird).

Die Kaufversion läuft zeitlich unbegrenzt und kostet €49,95. Hierbei ist keine Internetverbindung erforderlich und man kann sich damit auch SiDiary auf einen eigenen USB-Stick installieren.

Die Stick-Version kommt vorinstalliert auf einem USB-Stick (1 GB; USB 2.0) und kostet €59,95
Anders als bei der früheren Version 5 sind hier auch die Lizenzen für die mobilen Geräte mit dabei.

Und schließlich gibt es noch die Pro-Version für Kliniken und Arztpraxen für €449,95. Im Preis enthalten ist neben der Netzwerkfähigkeit und der Möglichkeit beliebig viele Patienten anzulegen auch ein Installationsservice und eine Schulung über das Internet (die bei den anderen Versionen separat hinzugebucht werden kann), sowie eine Druckvorlage nach eigenen Wünschen.