| Glukagon |
|
|
|
Glukagon wird in den Alpha-Zellen gebildet,
die etwa 20% der Zellen innerhalb der Langerhans'schen Inselzellen ausmachen.
Sie liegen eher in den Außenbereichen, wie auf diesem Foto
hier erkennbar ist.
Die Aufgabe des Glukagons ist klar definiert: es bildet den aktiven Gegenpart zum Insulin und sorgt mit diesem gemeinsam für einen ausgeglichenen BZ-Spiegel. Wenn der BZ zu stark absinkt, dann wird durch Freisetzung von Glukagon bewirkt, daß das Glykogen (der Speicherzucker) in der Leber zu Glucose umgebaut und ins Blut abgegeben wird. Gleichzeitig beschleunigt Glukagon die Neubildung von Zucker in der Leber durch Milch- und Aminosäuren. Diese Vorgänge sind Teil der hormonellen Gegenregulation. Als Gegenspieler des Insulins hat es auch auf die Fettzellen den gegenteiligen Effekt: es bewirkt den rascheren Abbau von Speicherfett, denn auch dieses kann zu Glucose rückgewandelt werden. Freie Fettsäuren wie sie bei vermehrtem
Fettabbau vorkommen, Ketonkörper, die auch ein Abbauprodukt der Fettspaltung
sind sowie ein in den Betazellen produzierter Botenstoff hemmen die weitere
Sekretion von Glukagon. Bei steigendem BZ wird schließlich bald
wieder Insulin ausgeschüttet, daß seinerseits die Glukagonwirkung
allmählich aufhebt. (Nach langjähriger Diabetesdauer kann die körpereigene Glukagonsekretion übrigens ungenügend sein.)
|
|||
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. Februar 2010 um 12:29 Uhr |