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In Ihrem eigenen Interesse:

Bitte befolgen Sie Tipps/Empfehlungen/Anregungen, die Sie hier oder anderswo im Internet gefunden haben, niemals, ohne das vorher mit Ihrem behandelnden Arzt, bzw. mit Ihrem Diabetesteam besprochen zu haben!

Wichtig!
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Software für Diabetiker

Große und anonyme Online-Umfrage: Welche Rolle spielt bei Euch digitales Diabetes-Management?
Hier mitmachen und mit etwas Glück ein iPad Mini gewinnen:     https://www.research.net/r/diabetes-software

Software, Internet und Apps werden auch für die Diabetes-Behandlung immer wichtiger. Trotzdem scheint die Nutzung dieser Technologien für Ärzte und Patienten noch längst nicht selbstverständlich.

Und auch Krankenkassen tun sich noch schwer damit, diese Form der Therapieunterstützung anzuerkennen und auch entsprechend zu honorieren.

Wir möchten dazu beitragen mit dieser Umfrage untersuchen zu können, welche Rolle das digitale Diabetes-Management derzeit in der Praxis spielt und worin etwaige Hemmnisse liegen, die vom Einsatz solcher Lösungen abhalten.

Die Teilnahme ist anonym möglich: nach Beantwortung der Fragen, erhält jeder Teilnehmer eine individuelle Gewinnnummer sowie einen Verifikationscode. Diese dienen im Falle des Gewinns als Nachweis; so dass vorab keine persönlichen Daten angegeben werden müssen.

Ein wichtiges Hilfsmittel für Diabetiker ist auch immer das Führen eines Tagebuchs.

Es enthält - idealerweise- alle relevanten Daten der Diabetes-Therapie wie Datum, Uhrzeit, BZ-Höhe, BE, Insulindosis, Tabletten, besondere Anmerkungen.
Wozu eigentlich?

writing-336370 640Nun, in erster Linie um ein Nachschlagewerk über den eigenen Verlauf zu haben. Ein Tagebuch ist kein Datenwerk, welches allein dem behandelnden Arzt dienen soll; es soll vor allem dem Diabetiker ermöglichen, später einmal nachzuschlagen, wie er sich zuvor in einer bestimmten Situation verhalten hat und welche Auswirkungen das auf den BZ hatte. Auf diese Weise ist es möglich, seine Therapieentscheidung anzupassen und aus möglichen Fehlern zu lernen. (Wie ich meinen Bolus für Kartoffelpuffer abzugeben habe hat sich auch erst im Laufe einiger Versuche herauskristallisiert und ohne Tagebuch wäre das noch viel schwieriger geworden)

Ob man ein Tagebuch führt oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Ebenso die Art und Weise, wie die erhobenen Daten festgehalten werden. Ich kann aber empfehlen, nicht nur die reinen Daten wie BZ, BE und Insulindosis zu erfassen, sondern nach Möglichkeit auch besondere Umstände wie einen ungewöhnlichen Spritz-Ess-Abstand, körperliche Wahrnehmungen, Zusatzerkrankungen usw.
Je mehr Daten zu einem bestimmten Verlauf vorhanden sind, umso mehr Schlüsse kann man daraus ziehen.

Papiertagebücher kann man meist bei den Herstellern von Insulin kostenlos erhalten. Mir persönlich gefällt am besten das sehr übersichtliche Tagebuch der Firma Novo. (Auf deren Website können Sie es kostenlos bestellen)

Im Zeitalter des Computers wollen aber immer mehr Diabetiker ihr Tagebuch mit diesem Medium führen.
Neben den PCs, Macs, Laptops, Netbooks und wie sie alle heißen gibt es auch kleine tragbare Smartphones.

Der Vorteil einer EDV-gestützten Datenerfassung ist, dass so die Daten von Jahren sehr viel platzsparender als mit Papiertagebüchern aufbewahrt werden können. Zudem ist es wesentlich komfortabler einen bestimmten Tag zu finden oder aber auch seine Werte für einen festgelegten Zeitraum statistisch auszuwerten.

Hardware braucht aber auch eine geeignete Software, und da hat jeder seine persönlichen Präferenzen. Ich rate daher am besten einmal alles selber auszuprobieren.

Punkte auf die ich da persönlich Wert lege sind:

  • Einfache Installation
  • Übersichtlichkeit der Oberfläche
  • Intuitive Bedienbarkeit
  • Einfache Dateneingabe
  • Übersichtliche Statistik
  • Berechnung der Schwankungen innerhalb der einzelnen Tagesprofile
  • Erfassung von Events bezüglich der Insulinpumpe
  • Für alle Diabetestypen geeignet
  • Mögliche Sonderfunktionen

ipapp2Viele Diabetiker legen auch Wert darauf, dass diese Software die Daten ihres Messgerätes einlesen kann. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die meisten BZ-Geräte nur den BZ-Wert mit Datum und Uhrzeit speichern, folglich also auch nur den an die Software übergeben können.
Es bedarf aber schon der zusätzlichen Daten wie BE, Insulin und evtl. erklärender Ergänzungen, um einen Blutzuckerwert interpretieren zu können. Sonst ist es wie bei einem Film, bei dem man den Ton abdreht: man sieht zwar dass sich etwas bewegt aber man hat keine Ahnung warum.
Die ergänzenden Angaben machen es dann möglich zu analysieren, warum ein BZ nicht da ist wo man ihn eigentlich gern hätte. Das ist wie bei einem Kriminalfall: je mehr Indizien man hat, desto eher kann man den Fall lösen (und die Erkenntnisse in die Prävention weiterer Straftaten einfließen lassen).

Daraus leitet sich auch schon ab, dass es nicht zwingend notwendig ist jeden Tag alle möglichen Daten zu erfassen (sieht dann aber schon besser aus). Aber zumindest wenn mal etwas aus dem Ruder läuft sollte man sich schon die Mühe machen mal nachträglich die Begleitumstände zu erfassen, damit man später mit seinem Diabetesteam diesen Fall bearbeiten kann.
Auch hier ist Software gefragt, die dieses Hinzufügen von Daten möglichst einfach gestaltet.

Ich rate Ihnen sich die Programme alle selbst herunterzuladen und sich ihren Eindruck selbst zu verschaffen.

Falls es Sie interessiert wie ich persönlich das mache: ich habe derzeit die Insulinpumpe 'Deltec Cozmo' im Einsatz, in die ich jeden gemessenen BZ-Wert und jedes Gramm Kohlenhydrate eintrage. Zusätzlich nutze ich für meinen Blutdruck das 'Boso Medilife PC3' Handgelenk-Messgerät und für mein Gewicht die Beurer BG 64. All diese Daten importiere ich dann aus den Geräten direkt in die Software SiDiary, nutze nebenher noch SiDiary auf meinem iPad (allerdings nur für Eingaben, die nicht eh schon als Datensatz in einem der Geräte abgelegt sind) und kann auf meinem PC mit Windows 7 (64Bit) alle Daten zu einem kompletten Tagebuch zusammenführen.