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AEDL 5: Essen und trinken |
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Man unterstützt die Patienten bei
ihren individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten in Bezug auf Essen
und Trinken. Beim Essen beachtet man die Menge der Nahrungsaufnahme, den
Appetit und das Geschmacksempfinden des pflegebedürftigen Menschen,
sowie die Art der Nahrungszubereitung (passierte Kost, Diäten, Sondenkost,
parenterale Ernährung, kulturelle Besonderheiten). Beim Trinken beachtet
man, wie Flüssigkeiten aufgenommen werden und wie groß die
Trinkmenge ist, die der pflegebedürftige Mensch zu sich nimmt. Auch
die Zähne spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle (Zahnstatus,
Situation des Zahnfleisches, Zustand der Zahnprothesen). Das Kauen und
Schlucken (Lippenschluß, Speichelfluß, Mundboden -, Zungen-,
Wangenmuskulatur, Gaumensegel, Zäpfchen) und die Koordination von
Kauen und Schlucken sind ebenso zu berücksichtigen wie die Verträglichkeit
von Speisen und Getränken (Übelkeit, Erbrechen).
Spezielle Pflege bei DM:
- Übelkeit und Erbrechen können an der Nahrung liegen,
es kann an Medikamenten liegen, es könnte aber auch ein Hinweis
auf eine Ketoazidose (also eine schwere Stoffwechselentgleisung)
sein.
Bei
unklarem Erbrechen die letzten BZ-Werte kritisch hinterfragen und
nach Möglichkeit einen Urin-Schnelltest auf Ketonkörper
durchführen.
- Schwierig wird es bei Diabetikern, die Insulin nehmen und erbrechen/Durchfall
haben. Hier ist nach Rücksprache mit dem Arzt die Dosis zu
korrigieren; ggf. bei bereits verabreichtem Insulin die Gabe von
Kohlenhydraten in flüssiger Form anzudenken.
- Unterstützung bei allen Fragen rund um die Diabetes-Diät.
Früher wurden Lebensmittel oft in »erlaubt« und
»verboten« eingeteilt. Merkwürdigerweise fanden
gerade die aus der »verbotenen« Gruppe häufig regen
Zuspruch. Weniger dramatisch klingt z.B. »geeignet«
und »weniger geeignet«.
Tip:
Einfach mal bei
Lebensmitteln auf die Liste der Zutaten achten. Wird Zucker (Glucose)
in irgendeiner Form an einer der ersten Stellen genannt, ist es
für den Diabetiker (und besonders für alle, die keine
ICT machen) weniger geeignet, steht es ziemlich an letzter Stelle,
ist es geeigneter.
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. Februar 2010 um 13:00 Uhr |