| Nahrungsaufnahme |
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...aus Sicht des Körpers beginnt schon
beim Betrachten der Speisen und dem Entschluß, sie zu
sich zu nehmen: Die Hirnanhangdrüse schüttet Hormone
aus, die zum einen die Insulinproduktion anregen und zum anderen
das in der Beta-Zelle gespeicherte Insulin zur Ausschüttung
bringt.
Während des Kauvorganges wird die Nahrung mechanisch zerkleinert und mit Mundspeichel vermischt, der ein Enzym enthält, mit dem die Aufspaltung der Kohlenhydrate im Mund schon beginnt. Der Mundspeichel hat weiter die Aufgabe den Speisebrei gleitfähig zu machen um das Schlucken zu erleichtern. Nach dem Schluckvorgang passiert der Speisebrei den Kehldeckel, der die Luftröhre abdeckt, so daß der Brei nur in die Speiseröhre fließen kann. (Siehe Schema) Im Magen
wird der Speisebrei durch Bewegungen weiter zerkleinert und
durch die Enzyme und Säure des Magens weiter aufgespalten. Anschließend verlässt der Speisebrei den Magen durch den Magenpförtner (siehe Pfeil) und gelangt in den Zwölffingerdarm (heißt so, weil er in etwa so lang ist wie zwölf Finger breit sind), den ersten Teil des Dünndarms. Dort findet dann die endgültige Spaltung (wenn möglich) der Nährstoffe durch die Enzyme des Bauchspeichels statt. Der Darm selbst ist in Falten gelegt, so daß sich seine Oberfläche vergrößert und mehr Oberfläche als Kontaktfläche zum Nahrungsbrei zur Verfügung steht. Um die Oberfläche weiter zu vergrößern sitzen auf diesen Falten kleine Ausstülpungen, die Darmzotten. (Auf diesem Bild nicht zu sehen: die endgültige Vergrößerung der Oberfläche durch "Mikrovilli", quasi "Zotten auf den Zotten") Die sind von dichten Netzen kleinster Blutgefäße durchzogen um die Nährstoffe ins Blut aufzunehmen. Wenn der BZ-Spiegel dadurch ansteigt, steigt auch der Insulinspiegel und die Körperzellen können mit Brennstoff versorgt werden. Der Nahrungsbrei nimmt weiter seinen Weg durch den Dünndarm: Nach dem Zwölffingerdarm folgt der Krummdarm und der Leerdarm. Auf diesem Weg nehmen Falten und Zottenzahl langsam ab. Nahrungsbestandteile, die nicht bis zur erforderlichen Größe gespalten werden konnten werden mit dem Nahrungsbrei weitertransportiert. Durch Fäulnisbakterien beginnt deren Zersetzung, was zu Blähungen führen kann (durch Gase, die bei der Fäulnis entstehen.). Der Dünndarm mündet schließlich in den Dickdarm. Auf diesem Bild schön zu sehen die einzelnen Abschnitte des Dickdarms: Blindarm mit Wurmfortsatz, Aufsteigender-, Querverlaufender- und absteigender Dickdarm, der in das Sigma und schließlich in den Enddarm übergeht. Im Dickdarm wird üblicherweise dem Nahrungsbrei
die Flüssigkeit entzogen; er wird dort eingedickt. Finden
sich jedoch viele unverdaute Kohlenhydrate im Nahrungsbrei
(z.B. bei übermäßigem Verzehr von Fruchtzucker
oder Zuckeraustauschstoffen oder medikamentös bei Einnahme
von Acarbose), so ist dieser Prozeß gestört. Zum
einen bilden sich mehr Fäulnisgase, zum anderen halten
die Kohlenhydrate das Wasser im Darm fest und verhindern so
eine Eindickung. Die mögliche Folge ist Durchfall, der
bei längerem Bestehen mit einem erhöhten Wasser-
und Salzverlust einhergeht. Mit dem Ausscheiden des Kotes durch
den Enddarm ist sowohl der Weg der Nahrung als auch meine Ausführung
hier beendet (Ich hoffe Sie sind nicht der Meinung, daß bei beidem
das Gleiche herausgekommen ist
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. Februar 2010 um 20:34 Uhr |