| Sonstige Insulintherapieformen |
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Weniger bekannt und hauptsächlich bei bestimmten
Problemen eingesetzt sind die Therapiearten "Bedtime-Insulin", BOT und SIT: (nicht geeignet für Diabetiker ohne Restproduktion an Insulin) Das Prinzip Bedtime-Insulin wird hauptsächlich angewandt bei Diabetikern mit noch vorhandener Insulinproduktion, bei denen die Nüchtern-BZs inakzeptabel sind, während sie im Tagesverlauf durchaus zufriedenstellende Werte haben. Hierbei wird abends ein NPH-Insulin gegeben, während im Tagesverlauf die Diät allein (selten) oder eine orale Therapie ausreichend ist. Die BOT (Basalunterstützte Orale Therapie) funktioniert ähnlich, nur wird hierbei unterstützend zur bisherigen oralen Therapie einmal täglich ein 24-Stunden-Insulin gespritzt (z.B. Lantus). Die BZ-Erhöhungen durch die Mahlzeiten werden weiterhin mit den bisherigen Tabletten abgefangen. Während beim Bedtime-Insulin der Augenmerk hauptsächlich auf den Nachtstunden, bzw. dem Nüchtern-BZ liegt wird beim BOT ganztägig der Sekretionsdruck von der Bauchspeicheldrüse genommen und sie so entlastet, während gleichzeitig ein besserer BZ-Verlauf erreicht werden kann. Profitieren werden davon hauptsächlich Pat. mit Übergewicht und guten Leberfunktionswerten, die weiterhin Metformin (mit seiner appetitzügelnden Wirkung) und/oder z.B. Glitazone (mit seiner der Resistenz entgegengesetzten Wirkung) einsetzen können. Die SIT (Supplementäre Insulintherapie) findet Anwendung
bei Diabetikern, die im Tagesverlauf eine ausreichende Basalsekretion
erzielen, postprandial aber erhöhte BZ-Werte aufweisen, die mit oralen
Antidiabetika nicht oder nur schwer beherrschbar sind. Nicht unbedingt eine Therapieform in diesem Sinne, aber doch nicht unerwähnt lassen möchte ich die Möglichkeit einer »Transplantation«. Sie wird allerdings derzeit nur in schwersten Fällen durchgeführt, z.B. wenn es bereits zur Dialysepflicht gekommen ist. Meist werden dann simultan Nieren und Pankreas transplantiert. Es gibt aber mittlerweile auch isolierte Inzelzelltransplantationen. Was die Erfolgsquoten angeht bin ich derzeit überfragt, aber ich werde das Thema noch weiter ausbauen, nur Geduld. Auf alle Fälle kann man aber sagen, daß auch diese Pat. nicht geheilt sind, sondern ihr Leben lang immunsupprimierende Medikamente einnehmen müssen, um eine natürliche Abstoßungsreaktion des Körpers zu unterdrücken. Fazit:Es gibt für jeden Diabetiker die für ihn geeignete Therapieform. Sie ist individuell seinen persönlichen Bedürfnissen und Ressourcen anzupassen.Leitsatz:Nicht der Pat. paßt sich seiner Therapie an, sondern die Therapie wird dem Pat. angepaßt.Ältere Diabetiker werden bei Notwendigkeit einer Insulintherapie oft auf CT eingestellt, weil diese weniger Können erfordert und eine befriedigende Einstellung bei Einhaltung der Therapieregeln gewährleistet werden kann. Diese Regeln sind im wesentlichen:
Bei Beachtung dieser Regeln kann das HbA1c in für den Pat. vernünftigem Rahmen gehalten und somit diabetischen Spätschäden vorgebeugt werden.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. Februar 2010 um 13:25 Uhr |