Bücher über Diabetes

Bücher über Diabetes
German English French Italian Portuguese Russian Spanish
Home Software Elektronische Gesundheitsakte
Elektronische Gesundheitsakte Drucken E-Mail

Eine elektronische Gesundheitsakte ist nicht das Gleiche wie die elektronische Gesundheitskarte, die irgendwann ja mal die jetzige Krankenversicherungskarte in Deutschland ersetzen soll.
Gesundheitsakte meint hier Dienstleistungen in Form eines Online-Dienstes, bei dem man alle seine Gesundheitsdaten speichern und dann von überall abrufen kann.

Warum sollte man das tun?

Ob man es tut oder nicht ist ja jedem selbst überlassen, ebenso die Frage ob und in welcher Form man Software einsetzen will. Aus meiner Sicht bietet die Gesundheitsakte den Vorteil, daß man alle Daten zentral auf einen Blick abrufen kann, ohne in irgendwelchen Aktenordnern kramen zu müssen oder sich nicht mehr an das Datum der letzten OP erinnern zu können.

Darüber hinaus kann man sich per eMail an bevorstehende Termine erinnern lassen, seinem Arzt Zugriff auf die Akte gewähren (der dort dann Sachen nachschlagen oder auch Befunde eintragen kann)
Weiter besteht die Möglichkeit seine Medikamente auf Wechselwirkungen prüfen zu lassen und weltweit von jedem Computer mit Internetzugang seine Daten abzurufen, zu ergänzen oder zu bearbeiten.
Im Grunde genommen ist es eine Erweiterung der Aufzeichnungen, die jeder Arzt jetzt auch schon von Ihnen anfertigt. Nur daß Sie dort keinen Zugriff haben. Bei einer persönlichen Gesundheitsakte jedoch schon. Auch die behandelnden Ärzte können davon profitieren, indem sie die Befunde ihrer Kollegen einsehen können und so vielleicht unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden.

Ich denke wenn demnächst durch das iPad tragbare und einfach zu bedienende Tablet-Computer Einzug in unseren Alltag finden wird es noch leichter sein als bisher, elektronische Medien zu nutzen und Vorteil für seinen Alltag daraus zu ziehen. Neben reinen Entertainment-Möglichkeiten wie Spielen, Videos sehen oder Musik hören wird man die Geräte auch mehr für Alltagszwecke nutzen. Beispielsweise um Nachrichten oder eMails zu lesen (das mache ich ja jetzt schon haupsächlich mit meinem iPhone), aber auch um Bankgeschäfte abzuwickeln oder eben seine Gesundheitsdaten zu verwalten.

Und der Datenschutz?

Der muß natürlich gewährleistet sein, aber dafür sorgen die Anbieter in der Regel schon. Das wird die Daten-Paranoiker natürlich nicht überzeugen, aber das scheint ohnehin ein rein deutsches Problem zu sein. Beispielsweise in den USA geht man die Sache schon wesentlich gelassener an. Trotzdem würde ich mir auch auf jeden Fall vorher genau ansehen, wie der Datenschutz bei "meinem" Anbieter geregelt wird.

Wie ist das eigentlich mit den Kosten?

Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Hier lohnt es sich schon sich vorher mal umzusehen und Kosten, aber auch Leistungen und das Layout anzusehen. Sie sollen sich ja anschließend wohl genug fühlen, damit das Führen der Gesundheitsakte nicht in Arbeit ausartet.

Interessant zu wissen ist aber, daß der Gesetzgeber dem Ganzen Vorschub leistet. So heißt es in §68, SGB V:

"Zur Verbesserung der Qualität und der Wirtschaftlichkeit der Versorgung können die Krankenkassen ihren Versicherten zu von Dritten angebotenen Dienstleistungen der elektronischen Speicherung und Übermittlung patientenbezogener Gesundheitsdaten finanzielle Unterstützung gewähren. Das Nähere ist durch die Satzung zu regeln."

Damit ist der Krankenversicherer in die Pflicht genommen und sie sollten bei Ihrer Krankenversicherung mal nachfragen, inwieweit die sich an den Kosten beteiligt.

Und welche Anbieter gibt es?

Ich kenne derzeit drei:

Schauen Sie es sich ruhig mal an. Ich finde das Thema jedenfalls spannend und werde deshalb bei Gelegenheit weiter darüber berichten.





Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. Februar 2010 um 21:53 Uhr