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Sugarbook Drucken E-Mail

Sugarbook möchte ich hier auch noch erwähnen, weil es eine der wenigen halbwegs brauchbaren Freeware-Versionen ist, d.h. Sie können das Programm völlig gratis nutzen.

Besprochen wird hier die Version 3.2 vom 04.08.2008

Installation:

Nach dem Doppelklick auf die heruntergeladene Installationsdatei erfolgt auch hier die reibungslose Installation des Programms. Eigentlich erstaunlich, denn von einem Programm das so lange vor Windows 7 (noch dazu in der 64Bit-Version) entwickelt wurde hätte ich das nicht erwartet. Nach dem ersten Programmstart kann man einen neuen Patienten anlegen und dann sofort mit dem Programm arbeiten.

Sugarbook-Neuer_Benutzer-klein Sugarbook-Tagesprofil-klein

Sugarbook-Faktoren-klein Sugarbook-Dateneingabe-klein

Programmoberfläche:

Die grafische Gestaltung der Programmoberfläche gefällt mir: es ist alles gut zu lesen, erscheint gut strukturiert und ist sehr intuitiv bedienbar. Allerdings würde ich mir von einem Tagesprofil etwas mehr an Infos erwarten, als nur eine BZ-Verlaufskurve.

Wie man schon an der Auswahl der BE-Faktoren erkennen kann ist das Programm für Diabetiker mit 'krummen' Faktoren und insbesondere Pumpenträger völlig ungeeignet.

Dateneingabe:

Das setzt sich bei der manuellen Dateneingabe fort, denn auch hier ist es nicht möglich z.B. einen Bolus von 6,75 IE einzutragen. Die Boli-Dosierungen können nur von 0,5 IE (auch bei Basalinsulin!) bis 5 IE in Schrittweiten von 0,5 IE ausgewählt werden (freie Eingabe ist gar nicht möglich). Ab dort beträgt die Schrittweite dann 1 IE.
Die gleiche Abstufung gilt dann auch für die BE

Messgeräte können mit Sugarbook auch ausgelesen werden, aber bei weitem nicht alle, sondern nur einige wenige von den Firmen Abbott, Bayer und Lifescan. Und auch die sind dann älteren Datums...

 

Aber: Ich denke hier muß man die Kirche auch mal im Dorf lassen und einfach mal festhalten, daß Sugarbook eben Freeware ist. Man kann als Software-Autor noch so engagiert sein (und das spreche ich dem Autor von Sugarbook keineswegs ab; im Gegenteil finde ich sein soziales Engagement bemerkenswert), aber Projekte dieser Größenordnung sprengen irgendwann den Rahmen des machbaren. Es kostet sehr viel Zeit (und Nerven) mit den Herstellern zu verhandeln um an die notwendigen Spezifikationen für die Kommunikationsschnittstelle zu kommen, sein Programm weiterzuentwickeln, zu pflegen und den notwendigen Support zu leisten.

Das ist mit Freeware nicht zu machen! Freeware wird in der Freizeit programmiert. Und zwar in dem Teil der Freizeit, der dann nicht für Hobbies, die Familie und der Erholung nach dem regulären Arbeitstag zur Verfügung steht.

Achtung: in der Lebensmitteltabelle von Version 3.2 sind die Daten für Kilojoule und Kilokalorien vertauscht!

Bezugsquelle:

Sugarbook kann direkt von der Homepage des Herstellers runtergeladen werden.

Kosten:

Wie schon erwähnt ist Sugarbook kostenlos nutzbar.





Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. August 2010 um 14:52 Uhr