| Metformin |
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...verlangsamt die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm und senkt
die Ausschüttung von Zucker aus der Leber. (Neben-)Wirkt außerdem
appetithemmend. Wenn man die Kontraindikationen beachtet (siehe weiter
unten), ist Metformin ein sehr schönes Medikament, bei Typ-2 heute
das der ersten Wahl. Es macht nicht hungrig, man kann dabei abnehmen; es bedingt keine Hyperinsulinämie, die prognostisch ungünstig ist und es verursacht in Monotherapie keine Hypoglykämien. Metformin ist in der Vergangenheit mal übel
in Verruf geraten, v.a. weil bei der verwandten Substanz Phenformin die Kontraindikationen
nicht beachtet wurden (Niereninsuffizienz). In den ersten Jahren der Anwendung
waren die Ausschlußkriterien einer Metformin-Behandlung noch nicht
bekannt, so daß es zu schweren Zwischenfällen kam. Die problematischste
Nebenwirkung ist die Laktatazidose (Milchsäurevergiftung), die
in 30%-50% aller Fälle tödlich endet. Deswegen wurden 1978
die wichtigsten Vertreter dieser Stoffklasse (Biguanide), nämlich
Buformin und Phenformin, in Deutschland vom Markt genommen Mögliche Nebenwirkungen: Gegenanzeigen: eingeschränkte Nierenfunktion, Zustände,
die zu einer schlechten Sauerstoffversorgung des Gewebes führen (können)
(z.B. Herzinfarkt oder Bronchitis), sowie deutliche Einschränkung
der Leberfunktion, Alkoholmißbrauch, erhebliche Beeinträchtigung
des Allgemeinzustandes, Abmagerungskuren (weniger als 1000 Kcal./Tag),
alle akuten schweren Erkrankungen, Ketose, diabetisches Präkoma u.
Koma, Allergie gegen. Metformin, Röntgenuntersuchungen mit i.v. Kontrastmitteln,
Schwangerschaft/ Stillzeit. Metformin sollte bei geplanter OP 3 Tage vorher
abgesetzt werden. Dann muß man die Patienten darauf aufmerksam machen,
daß ihnen die Wirkung fehlt und sie bitten, an diesen Tagen genau
Diät zu halten. Hat den angenehmen Nebeneffekt, daß sie mit
gutem BZ ins Krankenhaus gehen. Wechselwirkungen: Produkte:
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. Februar 2010 um 13:00 Uhr |