| Neuropathien |
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Eine metabolisch bedingte Polyneuropathie
(z.B. bei Diabetes mellitus oder Nierenversagen) entwickelt sich langsam, über
Monate oder Jahre. Sie beginnt oft mit sensiblen Störungen in den unteren
Extremitäten meist mit distaler Betonung. Peripheres Kribbeln, Taubheitsgefühl,
brennender Schmerz oder Ausfälle im Bereich der Vibrationsempfindungen
stehen im Vordergrund. Der Schmerz ist nachts häufig stärker und nimmt bei Berührung des betroffenen Bereichs oder bei Temperaturänderungen zu. So kann mitunter schon der Gebrauch einer Bettdecke unerträgliche Schmerzen auslösen. In schweren Fällen können
kutane Sensibilitätsausfälle objektiviert werden, typischerweise
mit einer strumpf- oder handschuhförmigen Verteilung. Der Achillessehnenreflex
oder andere Eigenreflexe sind vermindert oder fehlen. Sensible oder reflektorische Ausfälle können zu Gangstörungen führen, Schwäche und Atrophie der Muskeln der distalen Gliedmaßen sind Ausdruck der Beteiligung motorischer Fasern. Autonome Nerven können zusätzlich, aber auch ausschließlich erkrankt sein. Zeichen sind:
Vasomotorische Symptome variieren: Die
Haut kann blasser und trockener als normal sein, manchmal besteht eine
dunkle Verfärbung. Es kann zu übermäßiger Schweißsekretion
kommen. Die Therapie besteht im wesentlichen
aus einer Besserung der diabetischen Stoffwechsellage (Behandlung der
Grunderkrankung) und medikamentös mit hochdosiertem Vitamin B12
und Alpha-Liponsäure (z.B. Thioctacid ®) Allerdings ist dies seit 2004 nicht mehr ganz so einfach. Aufgrund wirklich aussagekräftiger Wirknachweise sind diese Präparate nämlich nicht rezeptpflichtig und werden von den Kassen nicht übernommen. Von seiten der Krankenbeobachtung liegt das Hauptaugenmerk auf den Symptomen Kribbeln, Taubheitsgefühl, brennender Schmerz. Der behandelnde Hausarzt sollte informiert werden und seinerseits die Überweisung zu einem Neurologen veranlassen.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. Februar 2010 um 13:48 Uhr |