Bücher über Diabetes

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Insulinpumpen Drucken E-Mail
Kriterien: Für Pumpen Kriterien festzulegen ist gar nicht so einfach. Erstens gibt es nicht allzuviele Pumpen auf dem deutschen Markt und zweitens sind sie sich in vielen Dingen gleich oder ähnlich.
Daher hab ich einfach mal eine Übersicht in Excel und PDF zusammengestellt, die Sie hier runterladen können.

 

Eine Pumpentherapie ist die teuerste Therapieform und daher von den Krankenkassen kritisch beobachtet und unter strenge Indikation gestellt. Eine Pumpentherapie ist etwa 10mal teurer als eine ICT, was vor allem an den Materialkosten für das ständig benötigte Zubehör (Katheter etc.) liegt. Ein Katheter kostet um die 10 Euro und soll nicht länger als 2-3 Tage getragen werden, die Pumpe selber schlägt (je nach Modell) mit etwa 3.500 Euro zu Buche.

Indikationen für eine Pumpe:

  • Dawn-Phänomen (Nicht beherrschbare hohe Nüchtern-BZs)
  • Nächtliche Hypoglykämien
  • Unter herkömmlicher ICT nur schwer einstellbarer Diabetes
  • Schwer einstellbarer Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)
  • Brittle-Diabetes (Schwer einstellbar aufgrund von Resorptionsschwankungen)

Zu einer Pumpentherapie kommt man eigentlich nur im Rahmen einer Umstellung von einer anderen Therapieform. Günstig ist es, wenn vorher schon eine ICT versucht wurde, denn die CSII ist ja die konsequente Fortführung dieser Therapieform. Sie wendet ebenso das Mahlzeiten- und BZ-abhängige Bolusystem an, erlaubt jedoch eine viel feinere Steuerung der Insulinabgabe.

Und genau dieses Feature sollte auch in der Begründung des verschreibenden Arztes gegenüber der Krankenkasse hervorgehoben werden, nämlich daß mit einer zufriedenstellenden Einstellung nur bei einer individuellen Basalrate zu rechnen ist.

Der Arzt, der Ihnen eine Pumpe verschreiben kann ist in der Regel nicht Ihr Hausarzt, sondern ein Diabetologe. Am sichersten erfahren sie die Adresse des nächstgelegenen Diabetologen von Ihrer Krankenkasse. Es gibt zwar auch Webseiten, die solche Infos bereithalten, aber da die Teilnahme daran für den Arzt freiwillig ist sind die in aller Regel nicht vollständig (im Gegensatz zur Liste der Krankenkasse).

Wenn sie sich schon für ein Pumpenmodell entschieden haben gibt es aber noch eine alternative Vorgehensweise: Nehmen Sie einfach Kontakt mit der Firma auf (die haben Hotlines, bei denen ein Anruf für sie kostenlos ist) und lassen Sie sich vom zuständigen Gebietsvertreter zurückrufen. Der kennt in der Regel Diabetologen in Ihrer Nähe, so daß gewährleistet ist, daß sie gleich an einen pumpenerfahrenen Arzt geraten.

Üblicherweise erhält man die Pumpe zunächst mal auf Pump Smiley (wie man bei uns im Ruhrgebiet sagt), also leihweise für 2-3 Monate. Wenn sich nach dieser Zeit die Einstellung verbessert hat wird sie in aller Regel problemlos von den Kassen übernommen. Nach §33, Abs.5 SGB V hat die Kasse die Möglichkeit, Ihnen die Pumpe nur leihweise zu überlassen. Mir ist aber nur ein Fall bekannt, in dem das so gehandhabt wird. Normalerweise geht die Pumpe dann in Ihren Besitz über.

Für die "Probezeit" übernimmt die Kasse auch alle Folgekosten, wie z.B. für Katheter etc. Sollte die Krankenkasse nach Ablauf dieser Probezeit die Kostenübernahme ablehnen sollten Sie mit Ihrem Diabetologen besprechen ob diese Ablehnung gerechtfertigt erscheint. Wenn nicht sollten Sie umgehend Widerspruch einlegen, denn dieser Widerspruch hat eine aufhebende Wirkung gegen die Ablehnung. Das bedeutet im Klartext, daß die Kasse bis zur endgültigen Entscheidung auch weiterhin die Kosten für Pumpen-Hilfsmittel übernehmen muß.

Die Auswahl der Pumpe können Sie ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Ich hoffe daß ihnen meine tabellarische Übersicht, mit der Sie die technische Ausstattung der einzelnen Pumpen sehr gut vergleichen können, ein wenig weiterhilft.

Und welche Pumpe nutzt der Betreiber dieser Seiten?

Angefangen hat es bei mir 2002 mit der Minimed 508, und als die 4 Jahre Garantie um waren kam per Folgeverordnung die Deltec Cozmo. Rein optisch gab es damals schon und gibt es auch heute wesentlich schönere Pumpen (um das mal nicht allzu direkt zu formulieren), aber rein datentechnisch war sie damals Spitzenreiter und kann auch heute noch mithalten: ich kann jeden gemessenen BZ und jedes Gramm KH in ihr festhalten und hab damit ein fast komplettes Tagebuch (bis auf zusätzliche Bemerkungen, Gewicht, Blutdruck usw. usf.). Zudem ist sie einfach zu bedienen und über die Software Cozmanager, mit der man sie per Infrarot auslesen kann, auch leicht zu programmieren. (Und SiDiary holt sich dann die Daten aus dem Cozmanager).

Ein Feature, das mir bei meiner nächsten Pumpe vermutlich fehlen wird sind die programmierbaren Boli, für die man auch eigene Namen vergeben kann. So gibt es z.B. den Bolus 'Pizza' (50% sofort + 50% über 5h verzögert) oder den Bolus 'Abends' (70% sofort + 30% über 3h verzögert). Bei beiden brauche ich nur noch die Menge KH eintragen und der Dualbolus läift dann automatisch ab. Absolut Top! {#emotions_dlg.super}

Im August 2010 läuft die Garantie wieder ab und ich muß mir langsam schon Gedanken um den Nachfolger machen. Da kommt es mir gerade recht, daß von Ypsomed für den Juni 2010 der Omnipod angekündigt wurde. Kein Katheterschlauch mehr, keine Pumpe am Gürtel und nach 200 IE muß ich den Katheter wechseln (der ja im Pod integriert ist), ob ich will oder nicht. Wird sich sicher positiv auf meinen BZ auswirken {#emotions_dlg.innocent}...
Ob Omnipod der Nachfolger meiner Cozmo wird muß sich aber noch zeigen. Erstmal werde ich sie probetragen. Nur weil es nett klingt und aussieht muß es nicht auch angenehm zu tragen und zu bedienen sein. Und wer nimmt schon gern die Katze (oder Pumpe) im Sack?

Auch ganz interessant (besonders für mich als eingefleischten iPhone-User) ist das, was die britische Firma Cellnovo auf ihrer Homepage zeigt. Leider ist da bis auf einen nett animiertem Flash-Video nicht viel mehr zu erfahren. Auf dem EASD-Kongreß 2009 in Wien hieß es jedenfalls noch sie solle Anfang 2010 in UK und Herbst/Winter 2010 in D eingeführt werden...





Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 21. Februar 2010 um 17:44 Uhr