| Resorption |
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Was ist denn mit diesem Resodingsbums gemeint?
Mit "Resorption"? Zucker kann nur in seiner einfachsten Bauweise, nämlich als Einzelbaustein Glucose, also Traubenzucker problemlos ins Blut gelangen. Als Einzelbaustein Fructose, also Fruchtzucker, ist es schon etwas schwieriger, geht aber auch. Glucose kann schon von den Schleimhäuten im Mund aufgenommen werden, aber nur ein bißchen. Am besten geht das immer noch über die Schleimhäute des Dünndarms. Dort wird nämlich auch der Zucker aufgespalten, der aus mehreren Einzelbausteinen zusammengesetzt ist. Du erinnerst dich sich noch an die Bilder vom Zucker aus dem ersten Kapitel Wie schnell das geht hängt von einigen Dingen ab:
Das hört sich nur nach viel an, ist es aber gar nicht. Wenn man einige Zeit auf diese Dinge geachtet
hat, dann geht einem das in Fleisch und Blut über. Ja, ganz genau. Dazu musst du wissen, daß auch Insulin nur als kleinster Baustein ins Blut übergehen
kann. Und auch bei Insulin muß dieser Sechser-Pack erst zerfallen, und dann können die einzelnen Insulinbausteine ins Blut übergehen. Etwas anderes ist das bei den sehr schnell wirkenden Insulinen wie z.B. Humalog® oder auch NovoRapid®. Bei denn ist der Sechser-Pack nicht so fest zusammengebunden, so können sie viel schneller zerfallen. Und damit kommen die auch schneller ins Blut und sind schneller komplett aufgenommen. ![]() Also wenn ich das Bild richtig deute, dann zerfällt ein Sechser-Pack erst in drei Zweier-Packs, und die dann in Einzelbausteine. Und wieso steht da was von "Hexamer, Dimer und Monomer"? Ach, das musst du dir nicht unbedingt merken. So nennen das eben die Wissenschaftler und Ärzte. Ich wollte nur, daß du diese Begriffe zumindest einmal im Zusammenhang gehört hast. Okay, jetzt ist das Insulin in Einzelbausteine zerfallen. Aber trotzdem kann es nur ins Blut gehen, wenn auch Blutgefässe da sind. Man sagt dazu auch, die Stelle muß "gut durchblutet" sein. Am schnellsten wirkt es natürlich, wenn man es direkt in eine Vene spritzt. Aber da wirkt es nur kurz, denn es gibt ein Enzym, daß das Insulin abbauen kann. Und außerdem muß es ja erst noch in Einzelbausteine zerfallen. Diese Methode nutzt man meistens nur im Krankenhaus, denn es ist ja gar nicht so einfach eine Vene zu treffen. Das muß man erst lernen.Am zweitschnellsten geht es, wenn man es direkt in einen Muskel spritzt. Die Muskeln müssen ja mehr
Arbeit leisten als die Haut, und daher brauchen sie auch mehr Nährstoffe und sind besser durchblutet. Und da gibt es Stellen, die besser durchblutet sind als andere. Am besten durchblutet ist der Bauch, die Oberschenkel und die Oberarme. Dort findet man auch Stellen, die mit mehr Fettgewebe als z.B. am Unterarm ausgestattet sind. Etwas aufpassen muß man aber, daß man nicht in eine verhärtete Stelle spritzt. Die kann entstehen,
wenn man immer wieder in seine "Lieblingsstelle" spritzt und nicht regelmässig die
Spritzstellen wechselt. Und schließlich kommt es auch noch auf den Einfluss von Umständen an, die auf die Durchblutung wirken:
Sagen wir mal so: je mehr man darüber weiß und beachtet, desto besser wird auch der Therapieerfolg sein. Fassen wir mal kurz zusammen: Für die Aufnahme ins Blut, also die Resorption der Kohlenhydrate (KH) sind die Einflussfaktoren:
Merk dir einfach nur, daß diese beiden Formen der Aufnahme ins Blut verschiedenen Einflüssen unterliegen. Und wenn man ein bißchen darauf achtgibt, dann kann man die Wirkungsweisen so abstimmen, das Glucose und Insulin zur selben Zeit im Blut eintreffen. Du kannst dir ja vorstellen, daß das optimal ist. Kommen erst die Glucosepakete, dann stapeln die sich in den Gängen und der Blutzucker steigt zu sehr.Kommen erst die Arbeiter des Insulintrupps, dann räumen die zu sehr auf und der Blutzucker sinkt zu sehr. Kommen immer soviele Arbeiter wie Glucosepakete, dann ist immer alles schön aufgeräumt. Es ist also eine Frage der Zeit, wann man welche Seite auf den Weg schickt, und das macht man mit dem Spritz-Ess-Abstand. Aber das war jetzt eine ganze Menge. Mach erstmal eine Pause zum Sacken-lassen und wir treffen uns dann gleich auf der nächsten Seite...
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. Februar 2010 um 23:10 Uhr |