Symptome

Eine kurze Inhaltsangabe zu den einzelnen Seiten dieses Kapitels finden Sie unter Gustl's Ärzte-Tagebuch


Gustl befragt den Doktor Guten Tach Herr Doktor. Freddy sagt, sie können mir weiterhelfen beim Diabetes?

Wenn du der Gustl bist, dann ja. Freddy hat dein Kommen ja schon angekündigt. Und wenn du bei ihm warst, dann kennst du ja schon mal die Grundlagen.
Von mir erfährst du dann alles, was bei einem Arzttermin nun mal so anfällt.

Na Prima! Einige Fragen hab ich da bestimmt noch. Zum Beispiel: woran erkenne ich eigentlich, dass es Zeit wird mal zum Arzt zu gehen? Gibt es spezielle Anzeichen für einen Diabetes?

Nein, leider nicht. Es gibt zwar eine Vielzahl von Symptomen, aber die sind alle unspezifisch, das heißt die können auch andere Ursachen haben. Ein Arzt hat aber gelernt, aus einer Vielzahl von Symptomen ein Muster abzulesen und anhand dessen eine Verdachtsdiagnose zu stellen.
Dann befragt er den Patienten und führt weitere Untersuchungen durch, mit denen er seinen Verdacht entweder erhärten oder widerlegen kann.

Schauen wir uns doch mal ein paar typische Symptome an:

Au weia... Und all das kriegt man, wenn man Diabetiker wird?

Nein, natürlich nicht alles auf einmal. Manchmal ist es nur eins dieser Dinge, die einen Menschen zum Arzt gehen lassen. Aber der gute Arzt weiß eben, dass auch ein Diabetes dahinter stehen kann.
Und da wird er dann wie ein Detektiv nach weiteren Symptomen aus dieser Liste fragen.
Natürlich wird er auch weiterführende Untersuchungen machen, aber die "Anamnese", d.h. die Krankengeschichte wird er sich schon genauer anschauen.

Und dazu gehört z.B. auch die Frage nach weiteren Diabetikern in der Familie des Patienten. Denn besonders wenn enge Verwandte wie z.B. Eltern oder Geschwister Diabetiker sind steigt das Risiko, dass man selber auch einmal Diabetiker wird.

Allerdings ist die Vererbungs-Wahrscheinlichkeit beim Diabetes Typ 2 deutlich höher als beim Typ 1. Verlässliche Zahlen kann ich dir hierzu nicht sagen, denn die sind je nach Quelle unterschiedlich.

Ja, aber wie ist das denn, wenn mein Vater z.B. Typ 2 ist?

Dann läge dein Risiko auch mal Typ 2 zu werden bei etwa 2-5%. Das heißt: von 100 Kindern, bei denen ein Elternteil ein Typ 2 ist, werden 2-5 Kinder später selber mal einen Typ 2 Diabetes bekommen.
Sind beide Elternteile Typ 2, dann steigt das Risiko schon auf 20%

Oha, das sind ja eine Menge Informationen. Kann ich das mal eben in meinem Tagebuch notieren, bevor wir weitermachen?

Natürlich. Lass dir ruhig ein bisschen Zeit. Gleich erzähle ich dir dann vom Metabolischen Syndrom...