| Hypoinsulinämie |
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Produzieren die Betazellen kein oder nicht mehr genug Insulin, so kommt es zum absoluten Insulinmangel (im Gegensatz zum relativen Insulinmangel bei Insulinresistenz). Nervenzellen oxidieren fast ausschließlich Glucose, und zwar insulinunabhängig. Zwar können Nervenzellen außerhalb des Gehirns ihre Energie auch aus freien Fettsäuren und Ketonkörpern beziehen, aber das ist ein Vorgang, der recht langsam in Gang kommt. Dem Gehirn selber ist das Heranziehen freier Fettsäuren als Energieträger nicht möglich, denn das wird durch die Blut-Hirn-Schranke verhindert. (Diese läßt u.a. keine Lipide und Proteine passieren. Also auch kein Insulin. Daher leitet sich ab, daß Nervenzellen kein Insulin brauchen) Organgewebe kann ebenfalls insulinunabhängig Glucose verwerten, unter Insulineinfluß ist die Verwertung jedoch besser. Muskelzellen haben nur eine geringe Möglichkeit, insulinunabhängig an Glucose zu kommen. Nach großer körperlicher Belastung ist zwar der Transmembrantransport erleichtert, reicht aber für eine suffiziente Versorgung bei weitem nicht aus. Alternativ kommt es zur Oxidation freier Fettsäuren. Die Kompensation insulinärer Mangelzustände unterliegt aber natürlichen Grenzen: Zum einen kommt es über eine unverminderte Gluconeogenese zu einem weiteren BZ-Anstieg mit konsekutiver Polyurie und Polydipsie; damit auch zu einem renalen Kalium/Natriumverlust mit nachfolgender Hypokaliämie/Hyponatriämie. Die Folgen: Herzrhythmusstörungen, Hypovolämie, Krampfanfälle, neurologische Ausfälle und Coma diabeticum. Auf der anderen Seite vermehrte Lipolyse
und konsekutive Ketogenese mit metabolischer Azidose. Die sofort einsetzende
respiratorische Kompensation ist natürlich unzulänglich und
verstärkt ihrerseits die Dehydratation.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 16. Januar 2010 um 12:59 Uhr |