Polydipsie (=übermäßiger Durst):
Die Trinkmenge kann mehrere
Liter pro Tag betragen. Bei mir waren es etwa 7-8 Liter täglich.
Grund ist die vermehrte Urinausscheidung.
Polyurie (=übermäßiger Harndrang): Mehrere Liter
täglich. Viele halten es für normal, daß sie soviel Wasser
lassen, weil sie soviel trinken. Tatsache ist jedoch, daß das Umgekehrte
der Fall ist: sie müssen soviel trinken, weil sie soviel Wasser verlieren.
Grund: die Nierenschwelle
von etwa 160-180 mg/dl Blutglucose ist überschritten und der Körper
versucht einen Teil davon über die Nieren auszuscheiden.
Gewichtsverlust (bei Typ 1):
Im Insulinmangel ist die Lipidsynthese (=Fettaufbau)
gestört, es fällt dem Körper zunehmend schwerer sein Gewicht
in Form von Speicherfett zu halten. Zusätzlich gehen einige Kilo
Gewichtsverlust auf das Konto der massiven Dehydratation (=Austrocknung).
Gewichtszunahme (bei Typ 2):
Der Typ 2 ist im Anfangsstadium gekennzeichnet durch
erhöhte Insulinspiegel. Insulin wirkt anabol (=aufbauend), es kommt
zu vermehrter Speicherung der Glucose in Form von Körperfett und
gleichzeitig hemmt Insulin den Fettabbau.
Körperliche Abgeschlagenheit:
Den Muskeln steht nicht soviel Energie wie benötigt
zur Verfügung, sie sind nicht mehr so leistungsfähig.
Müdigkeit:
Durch die gesteigerte Ketogenese (=Ketonkörperbildung) beim Fettabbau
(zur Energiegewinnung) kommt es zur Azidose (=Übersäuerung)
des Körpers, was sich dämpfend auf das Nervensystem auswirkt.
Hautveränderungen:
infolge der Austrocknung des Körpers und des allgemeinen Salzverlustes
kommt es zu trockener, rissiger und schuppiger Haut. Oft bildet das auch
die Grundlage für Hauterkrankungen, insbesondere Mykosen (=Pilzerkrankungen),
die vor allem im Intimbereich durch das Umgebungsmillieu (zuckerhaltiger
Urin) noch begünstigt werden.
Sehstörungen:
Zucker wirkt stark osmotisch, dadurch wird Wasser in den Augapfel gezogen
und ändert so seine optische Dichte.
Übelkeit, Erbrechen:
als Ausdruck einer Azidose. Wird vermittelt über Chemorezeptoren,
die den verminderten Blut-pH registrieren in Verbindung mit einer Veränderung
des Blutsalzgehaltes
Acetongeruch:
Wenn der Körper versucht, über eine gesteigerte Atmung Kohlendioxid
abzuatmen um so seinen Blut-pH wieder werden über die Atemluft auch
Ketonkörper ausgeschieden. Ebenso über den Urin, wo man es auch
riechen kann.
Und auch wenn es nicht klassische Diabetessymptome
sind, so sind es nicht selten die ersten diabetischen Spätschäden
(Retinopathie (=Augenprobleme), Nephropathie (=Nierenprobleme), Ulcerationen
(=offene Beine) und neuropathische Beschwerden (=Störungen im Hautgefühl,
Ameisenkribbeln, Schmerzen)), die einen Typ-2 Diabetiker zum Arzt führen,
denn der Beginn eines Typ-2 ist langsam und schleichend.