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Der Doc hat mich hierher geschickt. Er sagt, hier könne ich eine der wichtigsten Säulen der Diabetestherapie kennenlernen. Aber da muß er sich vertan haben. Das sieht ja wie eine Turnhalle aus...?!?
Da liegst du aber falsch: wir sind ein Fitness-Studio. Und hier kannst du sicher etwas über Therapie beim Diabetes lernen. Wieso, bekommen die Leute bei euch etwa Medikamente?Nein, eben nicht. Eine gute Diabetestherapie fängt schon viel feiner an: mit ausreichender Bewegung und einer gesunden Ernährung. Über Ernährung erzählt dir später ein andere Fachmann etwas. Ich kann dir hier beibringen, wie Bewegung den Blutzuckespiegel verbessern kann. Dazu brauchst du aber das, was du bisher schon gelernt hast. Lass mich raten: bestimmt die Sache mit der Energie?Ja genau. Aber hier wollen wir das ganze noch ein bißchen verfeinern. Ja, auch. Aber eben nicht nur. Der Körper kann seine Energie auch aus Fett beziehen. Und von diesen beiden Energieträgern gibt es im Wesentlichen zwei Formen:
Das entscheiden die Muskelzellen je nach Arbeit, die sie zu verrichten haben. Fast richtig: sie nimmt das Glykogen, also die gespeicherte Glucose. Aber hieß es nicht mal, daß das Glykogen in der Leber gespeichert wird?Na klar, da auch. Das ist sogar der größte Glykogenspeicher im Körper. Aber weil die Muskelzellen wissen, daß sie das regelmäßig brauchen haben sie eben auch ihren eigenen kleinen Vorrat. Deine Mutter hat ja auch nicht nur Zucker für eine Tasse Kaffee im Haus, oder? Nee, sie kauft das immer Kiloweise im Supermarkt.Na siehst du: und die Leber ist Quasi ein Supermarkt für den Körper. Aber ein bißchen was haben die Muskelzellen auch eingelagert. Sie ziehen sich Glucose aus dem Blut in die Zelle... ...mit Hilfe des Insulins......genau - und den verwandeln sie dann in Glykogen, damit sie für später eine Reserve haben. Wenn dann die Muskelarbeit beginnt, dann haben sie sofort Brennstoff zur Verfügung. Natürlich reicht das nicht ewig, irgendwann muß Nachschub her. Aus dem Supermarkt: der Leber.Stimmt genau. Und dafür - das hast du ja schon in den Grundlagen gelernt gibt es das Glukagon. Glukagon bringt die Leber dazu, ihren Speichervorrat an Glykogen abzubauen und ins Blut abzugeben. Aber steigt der Blutzucker dann nicht an?Zunächst einmal schon. Aber da ja noch Insulin im Blut ist kann diese Glucose (die vorher Glykogen war) auch in die Muskelzelle reinkommen. Und dann ist da noch was: Der Muskel wird stärker durchblutet, weil er mehr Nährstoffe und Sauerstoff braucht. Und durch diese vermehrte Durchblutung steigt auch die Zahl der freien Insulinrezeptoren. Außerdem bewirken leere Glykogenspeicher, daß ein Glucosetransporter mehr Glucosemoleküle in die Zelle befördern kann. Nein, das ist schon die zweite Phase. Aber das hast du gar nicht gesagt...?!Nein, extra nicht: ich wollte dir so zeigen, daß diese ganzen Phasen keinen festen Start- oder Endpunkt haben. Sie gehen fließend ineinander über. Man, das ist aber ganz schön kompliziert. Könnte man da nicht irgendein Bild zeichnen?
Hier siehst du dann auch gleich, daß die Energie für den Muskel auch noch aus anderen Quellen kommt. Sieht irgendwie komisch aus: da scheinen ja einige gar nicht bei Null zu beginnen...Tun sie ja auch nicht. Wie gesagt: das ist ein fließender Übergang. Und was hat es mit dieser Lipolyse auf sich?Dazu kommen wir jetzt. Wie du ja siehst ist das sozusagen die dritte Phase in der Energieversorgung. Na, wenn die wegfällt, dann kann die Leber nicht nur mehr von ihrem Speicher - dem Glykogen - abbauen, sie kann auch mehr Glucose neu zusammenbauen. Und das nennt man Gluconeogenese. (Gluco = Glucose; neo = neu; genese = Entstehung) Sicher. Aber da ja am Anfang die Glykogen-Speicher im Muskel geleert wurden müssen die wieder aufgefüllt werden. Während die wieder aufgefüllt werden kann ein Glucosetransporter mehr Glucose in die Zellen schlesen als vorher. Das sind eben die Arbeiter der Zelle und die "sehen" quasi, daß die Regale mit dem Glykogen leer sind. Deshalb packen sie etwas kräftiger zu, um die wieder aufzufüllen. Na, dann mach mal lieber eine kleine Pause. Und danach erkläre ich dir dann, was es mit aerob und anaerob auf sich hat. Hört sich schon wieder so kompliziert an. Da schreibe ich mir lieber erstmal eine kleine Zusammenfassung in mein Tagebuch
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Februar 2010 um 22:36 Uhr |