| Laborwerte bei Diabetes |
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Ich würde sagen, wir fangen mal mit den rein diabetesbezogenen Blutuntersuchungen an. Am bekanntesten ist da sicher der oGTT, der orale Glucosetoleranztest. Manche nennen den auch "Zuckerbelastungstest", was irgendwie beides richtig ist.
Manchmal ist man sich nicht ganz sicher, ob ein Blutzuckerwert jetzt schon auf einen Diabetes hinweist oder nicht. In dem Fall kann man dann mit einem oGTT nachsehen, wie sich der Blutzucker verhält, wenn er plötzlich stark ansteigt. Aber dazu muß man doch warten bis er ansteigt, oder?Nein, man kann den Anstieg ja auch provozieren. Damit die Ergebnisse überall miteinander verglichen werden können hat man sich darauf geeinigt, den Test mit 75 Gramm Traubenzucker zu machen, das in Wasser aufgelöst zu trinken gereicht wird. Vorher misst man den Blutzucker (der Patient sollte dabei nüchtern sein, also noch nichts gegessen oder getrunken haben) und dann misst man den Blutzucker nach 2 Stunden erneut. Es wird ja nicht nur der gemessen. Denk mal an den Nüchternwert.
Allerdings sollte man bedenken, daß eine Messung alleine noch nicht ausreicht um zu sagen "Dieser Wert bestätigt, daß sie Diabetes haben". Immerhin kann ja auch etwas unvorhersehbares dazwischen gekommen sein. Deswegen muß ein solcher Wert immer nochmal an einem anderen Tag bestätigt werden. Und was hat es mit diesen "gestörten" Sachen auf sich?Das heißt nichts weiter, als daß es sich dabei um Werte handelt, die für einen Gesunden etwas zu hoch liegen. Solche "sachten" Erhöhungen findet man häufig in der Vorstufe eines Diabetes vom Typ 2. Also wenn jemand so einen Wert hat, dann wird er gerade Typ 2?So absolut kann man das nicht sagen. Zumindest hat er aber ein deutlich erhöhtes Risiko dazu. Aber es gibt ja auch noch andere Untersuchungen.Da wäre z.B. der C-Peptid Test. Weil Insulin eine kürzere Halbwertzeit hat. Das ist die Dauer, bis nur noch die Hälfte einer Stoffmenge verfügbar ist. Insulin wandert ja in die Zellen und wird im Blut von Enzymen zersetzt. Also sind da Insulinmengen gebildet worden, die man aber nicht mehr erfassen kann. Und das C-Peptid hat eine längere Halbwertzeit. Es wird nicht so schnell abgebaut und daher kann man das leichter zählen. Dieses C-Peptid kann man nüchtern messen (also wenn der Patient noch nichts gegessen oder getrunken hat), man kann es aber auch nach einer Glukagon-Stimulation messen. Glukagon ist ja der Gegenspieler des Insulins. Es erhöht den Blutzucker, indem es die Leber dazu bringt Glucose freizusetzen. Spritzt man einem Menschen also Glukagon, dann steigt der Blutzucker und die Bauchspeicheldrüse bildet daraufhin Insulin. Und so kann man erkennen, wieviel Insulin sie bildet und ob das schnell genug geschieht. Aber wozu ist das gut? Bei einem Diabetiker sieht man doch, daß zuwenig Insulin da ist, weil der Blutzucker zu hoch ist.Das ist schon richtig, aber wir sehen damit ja nicht, ob jetzt zuwenig Insulin produziert wird - das nennt man einen absoluten Mangel, wie er beim Typ 1 vorkommt - oder ob zwar genug produziert wird aber nicht ausreichend wirkt - das wäre ein relativer Mangel, wie er beim Typ 2 vorkommt. Ach so... Dann kann man mit dem C-Peptid feststellen, ob es ein Typ 1 oder ein Typ 2 ist.Fast richtig. Wenn der Blutzucker hoch ist und das C-Peptid ist normal oder leicht erhöht, dann haben wir vermutlich einen Typ 2 vor uns. Aber wenn der Blutzucker zu hoch ist und das C-Peptid zu niedrig, dann kann das ein Typ 1 sein; es kann aber auch ein Typ 2 mit völlig erschöpfter Bauchspeicheldrüse sein. Klingt kompliziert. Wie kann man denn dann sicher sein, daß es ein Typ 1 ist?Na, du hast ja schon von Freddy gehört, daß ein Diabetes vom Typ 1 eine Autoimmunerkrankung ist. Die körpereigene Abwehr richtet sich gegen körpereigene Zellen. Und dazu bilden sich Antikörper. Und die kann man auch im Blut nachweisen. Dazu macht man einen sogenannten Antikörpersuchtest. Und ganz speziell sucht man hier nach:
Und diese Zungenbrecher soll ich mir merken? Ach woher... Ich hab sie nur mal alle erwähnt, damit du die Namen einmal gehört hast. Lass uns das nochmal zusammenfassen. An Diabetesspezifischen Untersuchungen gibt es:
Und auf der nächsten Seite erkläre ich dann ein paar Bluttests, die man auch bei Nichtdiabetikern durchführt...
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Februar 2010 um 22:35 Uhr |